Wie funktioniert die Riester Rente und für wen ist
diese empfehlenwert?
Riester-Rente mit staatlicher
Förderung - Vergleich und Antrag:
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Das Niveau der gesetzlichen Rente wird sich in den nächsten
Jahrzehnten immer weiter verringern, so dass jeder rechtzeitig
mit freiwilliger Alters- vorsorge etwas dagegen tun sollte.
Das Rentenniveau wird 2030 nach heutigen Schätzungen
nur noch für die Grundabsicherung im Alter reichen,
was gleichzeitig Altersarmut bedeutet. Eine sehr gute Möglichkeit
der privaten Altersvorsorge ist die Riester Rente, wo das
Eigenmitteln und mit staatlichen Zuschüssen erfolgen
kann. Den dazu notwendigen zertifi- zierten Vertrag können
alle Arbeitnehmer, Beamte, Eltern im Erziehungs- urlaub,
oder auch Arbeitslose abschließen. Etwa 11 Millionen
haben davon schon Gebrauch gemacht.
Ein Riester Vertrag kann als Fond, Banksparvertrag oder
auch zur Finan- zierung des eigenen Hauses, oder der selbst
bewohnten Eigentums- wohnung (Wohn Riester), abgeschlossen
werden. Auch schon länger bestehende Riester-Verträge
können zu Wohn-Riester umgewandelt werden. Mindestens
4 % des Bruttogehaltes sollten im Jahr in den Riester Vertrag
eingezahlt werden. Vom Staat gibt es für den Vertragsinhaber
bis zu 154 Euro, bei Ehepaaren bis zu 308 Euro Förderung.
Zusätzlich gibt es für jedes Kind bis zu 185 Euro
und wenn es 2008, oder später geboren ist sogar bis
zu 300 Euro. Für eine Familie mit 2 Kindern kann dann
die Förderung bis zu 793 Euro oder auch mehr betragen.
Zu beachten ist, dass die Riester Förderung nicht automatisch
gezahlt wird, sondern sie muss jährlich über die
Steuererklärung beantragt werden. Mit der Eintragung
eines entsprechenden Freibetrages kann auch eine Vorfinanzierung
erfolgen.
Riester Verträge sind auch für Geringverdiener
möglich, wobei die Mindest- einzahlung 60 Euro betragen
muss. Wenn es im vereinbarten Vertrags- zeitraum finanzielle
Probleme gibt, können die Einzahlungen auch zeitweise
verringert, oder ausgesetzt werden, wobei dann natürlich
auch die Förderung geringer wird, oder weg fällt.
Die zertifizierten Riester Verträge werden bei Harz
IV nicht als Vermögen angerechnet und sind auch bei
Insolvenz nicht angreifbar.
Die Vertragslaufzeit kann so gewählt werden, dass eine
Rentenzahlung unabhängig von gesetzlichen Regelungen
mit 60 Jahren beginnt und lebenslang gezahlt wird. Nicht
möglich ist die Auszahlung in einer Summe. Die laufende
Rentenzahlung wird mit der gesetzlichen Rente zusammen-
gezählt und kann steuerpflichtig werden.
Wird der Riester-Vertrag zur Finanzierung einer selbst
genutzten Immobilie verwendet, dann erfolgt im Rentenalter
eine sogenannte "Nachgelagerte Besteuerung".
Dabei wird die Steuerschuld auf 25 Jahre hoch gerechnet
und auf den Vorteil des mietfreien Wohnens berechnet. Wird
die errechnete Summe dann in einem Betrag sofort abgezahlt,
werden 25 % erlassen. Andernfalls muss die gesamte Summe
in Raten über 25 Jahre abgezahlt werden.
Die Rendite bei den Riester Verträgen kann zwischen
den Anbietern sehr unterschiedlich sein, so dass vor dem
Vertragsabschluß ein umfangreicher Vergleich, möglichst
vieler Anbieter, sinnvoll ist.
Eine wichtige Einflussgröße auf die Beitragshöhe
ist neben den unterschiedlichen Bedingungen und der Rendite
auch das Eintrittsalter. Wer seinen Vertrag in jungen Jahren
abschließt, hat zwei Vorteile. Der erste ist der geringere
Beitrag durch, das niedrige Eintrittsalter und zum zweiten
später eine höhere Rente, durch die lange Vertragslaufzeit.
Wenn der Riester Vertrag unter 25 Jahren abgeschlossen wird,
gibt es eine einmalige Abschlussprämie von 200 Euro.
Sinnvoll ist es, wenn geregelt wird, dass beim Tod des Versicherungsnehmers
der Partner den Vertrag übernehmen kann. Andernfalls
kann das Geld weg sein.
Für Freiberufler uns Selbsständige steht diese
Variante leider nicht zur Verfügung, man kann aber
dafür die staatlich geförderte Rürup-Rente
in Anspruch nehmen. Ergänzend empfiehlt sich eine zusätzliche
private
Rentenversicherung.
Fazit: Riester ist, egal
in welcher Form in erster Linie für Normalverdienende
Familien mit Kindern eine sehr gute Möglichkeit mit
staatlicher Unterstützung eine freiwillige private
Altersabsicherung zu tätigen.