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Kreditaufnahmen sind für
eine funktionierende Wirtschaft unerlässlich.
Bisher war dieses Geschäft aber vornehmlich
den Banken vorbehalten, die Gelder von Anlegern hereinnahmen
und diese dann, beispielsweise als Kredit für
Selbstständige, wieder herausgegeben haben. Die
Differenzen zwischen Einlagen- und Kredit- konditionen
werden jedoch immer größer, was vor allem
auf die Risiko- bewertung der Banken zurückgeht.
Kredite an Menschen mit erhöhtem Risiko werden
dabei aufgrund der geforderten höheren Rücklagen
immer teurer, zumeist werden Kreditanträge auch
sofort abgelehnt. Vor allem Menschen mit geringen
Einkommen sowie Selbstständige erhalten derzeit
nur unter strengen Auflagen Kredite, für die
dann sehr hohe Zinsen berechnet werden.
Die Alternative zur Kreditaufnahme bei den Banken
ist der Kredit von Privat. Dabei werden Kredite verstanden,
die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt
werden, ohne dass Banken hierbei eine Rolle spielen.
Sowohl die Kreditbeträge als auch die Zinssätze
sowie die Rückzahlungsmodalitäten werden
von den Beteiligten frei vereinbart und dann vertraglich
festgehalten. Aufgrund der Kreditvergabepraxis der
Banken sowie der geringen Einlagenkonditionen für
Anleger werden diese Kredite immer beliebter.
Bisher war es jedoch schwer, einen Kredit von Privat
zu erhalten, denn die Angebote waren meist regional
begrenzt, zudem war kaum festzustellen, ob es sich
um einen wirklich seriösen Kredit handelt. Daher
wurden Privatkredite häufig nur von Freunden
und Verwandten genutzt, denen man trauen konnte.
Aufgrund der großen Nachfrage nach Privatkrediten
haben sich in den letzten Monaten und Jahren jedoch
auch immer mehr Internetplattformen etabliert, auf
denen Kreditsuchende ihren Kredit beantragen können
und mit Geldanlegern zusammengebracht werden. So profitieren
also beide Seiten: Kreditsuchende von Krediten nach
Maß und Geldanleger von hohen Guthabenzinsen.
Im Vergleich zu klassischen Sparbriefen und Festgeldern
können hier deutlich höhere Renditen erzielt
werden, die je nach Kreditvertrag zwischen 4-8% p.a.
betragen können. Diese hohen Renditen sind möglich,
da die Plattformen nur als Vermittler fungieren und
die Zinssätze 1:1 an die Anleger weitergeben.
Lediglich für die Vermittlung der Kredite fällt
eine Gebühr an, wobei Anleger in der Regel lediglich
eine Pauschalgebühr von 5-10 Euro tragen, Kreditnehmer
hingegen müssen eine Vermittlungsgebühr
von 2-3% der Kreditsumme bezahlen.
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