Immer wieder schaut man gebannt auf die Entwicklungen
des Finanz- marktes. Wie hoch ist die Inflationsrate?
Was ist mit meinem Vermögen? Was ist mein Geld
morgen noch wert? Gerade nach den jüngsten
Ereignissen, ausgelöst durch den Zusammenbruch
der Lehman Brothers Inc., brennen diese Fragen mehr
denn je auf der Seele der einzelnen Menschen.
Das Vertrauen in die Banken ist nicht mehr so groß
und so kommt es, dass immer mehr Menschen ihr Geld
in etwas investieren, was eine gewisse Sicherheit
und Beständigkeit verspricht – Edelmetalle.
Natürlich stimmt es, dass eine solche Geldanlage
eine Sicherheit bietet, die denen von normalen Wertpapieren
weit überlegen ist, aber dennoch gilt es auch
hier, dass man auf gewisse Dinge achten muss. Da
wäre zum einen die Frage nach der richtigen
Wahl des Edelmetalls. Nun, die Antwort darauf hängt
von vielen Faktoren ab.
Der erste wesentliche Faktor ist: Welche Verwendung
ist für das Edelmetall vorgesehen? So gibt
es viele Edelmetalle, die z. B. ausschließlich
in der Industrie Verwendung finden und somit nicht
in der normalen Anlagenform (Münzen oder Barren)
zur Verfügung stehen. Wieder andere Edelmetalle
sind hochgradig giftig und daher auch nicht gerade
unbedingt als Geldanlage geeignet ist. Wer will
denn schon sein Vermögen betrachten, wenn er
einen Schutzanzug mit Atemschutzmaske trägt?
Unter diesen Aspekten haben sich folgende Edelmetalle
als die geeignetsten Geldanlagen herauskristallisiert;
Gold, Silber, Platin und Palladium.
Nun wäre also zu klären, welches Edelmetall
bietet den größten Gewinn und die höchstmögliche
Sicherheit? Auch hier spielen viele Faktoren eine
Rolle, die es zu beachten gilt. Im Laufe der Geschichte
haben Gold und Silber den Löwenanteil als Geldanlage
unter sich ausgemacht. Beim Gold ist es auch heute
noch so. Jeder Staat hat in seinem Besitz eine bestimmte
Menge von Goldreserven, die den nationalen Finanzmarkt
in Krisenzeiten sichern sollen. In unserem Land
verwaltet die Deutsche Bundesbank diese Goldreserven.
Wenn man nun in Krisenzeiten eine Inflation erwartet,
dann legt man sein Geld eben in Gold an, denn dieses
Edelmetall ist nach wie vor auf der gesamten Welt
nicht nur begehrt, sondern auch als ein immer moderates
Zahlungsmittel anerkannt. Wenn man beispielsweise
sein Bargeldvermögen in Gold anlegt, dann ist
bei einer eintretenden Inflation mit anschließender
Währungsreform, der Verlust des Vermögens
nicht ganz so groß. Edelmetall als Form der
Geldanlage ist somit für jene gedacht, die
auf Beständigkeit und Sicherheit setzen und
sich somit später einmal beruhigt aufs Altenteil
zurückziehen möchten.